Atommüll-Alarm auf den Autobahnen!

Castor-Transporte von Jülich, Garching & Berlin stoppen!

Über mehrere Jahre hinweg soll mit bis zu 152 LKW-Transporten hochradioaktiver Atommüll in Castor-Behältern aus dem Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus gebracht werden. Dazu soll weiterer Atommüll aus dem Forschungsreaktor Garching bei München und dem Forschungsreaktor Berlin kommen. Damit droht auf den Autobahnen ein unkalkulierbarer Atommüll-Wahnsinn − die größte Transportserie von hochradioaktivem Atommüll in Deutschland!

Aufruf zur Kundgebung am 7. März

Seit mehr als 16 Jahren fordern der Landesverband NRW des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, SOFA Münster, die Bürgerinitiave "Kein Atommüll in Ahaus", das Aktionsbündnis „STOP Westcastor“ und die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg ein modernes, möglichst sicheres Zwischenlager in Jülich. Die in München ansässige Nuclear Free Future Foundation unterstützt dieses Anliegen ausdrücklich, zumal es mit hochradioaktiven Atommüll aus dem Forschungsreaktor Garching auch um Atommüll geht, der direkt am Standort unserer Stiftung erzeugt wird. Seit 16 Jahren versuchen die Verursacher "ihren"  Atommüll einfach loszuwerden!

Das ist gefährlich, sinnlos und deswegen unverantwortlich, denn:

  • • Die Endlagerfrage ist ungelöst! Atommüllverschiebung ist keine Entsorgung! Schon 2036 läuft auch die Genehmigung des Zwischenlagers Ahaus aus.
  • • Das 35 Jahre alte Atommülllager in Ahaus entspricht nicht den heute möglichen und nötigen
  • • Jeder Atommülltransport über die maroden Autobahnen mit riesiger Polizeibegleitung birgt neue Gefahren – Unfälle, Drohnen, Sabotage ...

Nie zuvor wurden so viele verdächtige Drohnen über kritischer Infrastruktur gesichtet. Ein Drohnenangriff könnte zur Freisetzung von radioaktiver Strahlung führen. Wöchentlich gibt es neue Meldungen über marode Autobahnen und Brücken, schwere Unfälle und neue Sperrungen für Schwerlast-Transporte. Dabei wiegt jeder Castor-LKW 130 Tonnen, ist 30 Meter lang und 3 Meter breit.

Auch der Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima am 11. März mahnt: Atomkraft ist keine Energie der Zukunft, sondern Hochrisiko-Technologie! Neue AKW-Pläne in den Niederlanden, Tschechien oder Polen gefährden unsere Gesundheit. Gebaut würden sie nur mit Subventionen und beliefert würden sie wohl mit angereichertem Uran und Brennelementen aus Deutschland.

Das Aktionsbündnis fordert deshalb:

  • • Der Atommüll muss bis zur Klärung der Endlagerfrage bleiben, wo er ist!
  • • Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn!
  • • Bundes- und Landesregierung müssen endlich für moderne, möglichst sichere Zwischenlager an den Atommüllstandorten sorgen!
  • • Keine Renaissance der Atomkraft – sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen und des Forschungsreaktors Garching!
  • • Ablehnung der AKW-Projekte in Nachbarländern durch die Bundesregierung!

Es ruft zu einer großen Kundgebung auf: „Stoppen wir den Castor-Wahnsinn, bevor er losgeht! Kommt am 7. März zur Demo in Ahaus! Los geht‘s um 11.30 Uhr am Rathaus.

Weitere Infos auf der Webseite von SOFA Münster sowie den anderen beteiligten Organisationen des Aktionsbündnisses:

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