Wir haben nur eine Erde
News
World Nuclear Industry Status Report 2025 erschienen!
Der am heutigen Montag veröffentlichte World Nuclear Industry Status Report (WNISR) 2025 zeigt erneut: Die viel beschworene Atom-Renaissance entspricht nicht der Wirklichkeit: Mitte 2025 hatten weltweit 31 Länder Atomkraftwerke in Betrieb, eines weniger als ein Jahr zuvor, da Taiwan im Mai 2025 seinen letzten Reaktor stillgelegt hat. Insgesamt waren weltweit 408 Reaktoren am Netz, genau so viele wie vor einem Jahr und 30 weniger als 2002, dem historischen Höchststand.
Weiterlesen … World Nuclear Industry Status Report 2025 erschienen!
Castor-Alarm in Ahaus! Demo am 4. Oktober!
Mit über 150 Autobahn-Transporten von hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich und dem Forschungsreaktor Garching bei München ins Zwischenlager Ahaus droht ab Mitte Oktober die größte Castor-Transportserie in der Geschichte der Bundesrepublik. Ein Aktionsbündnis ruft zur Großkundgebung am 4. 0ktober, 11 Uhr, am Rathaus in Ahaus.
Frankreich: Hohe Staatsverschuldung auch wegen Atomkraft
Vor wenigen Tagen hat Frankreichs Premier Bayrou die Vertrauensfrage in der Nationalversammlung krachend verloren, weil er die Staatsschulden von 3,3 Billionen Euro sanieren und seinen Landsleuten finanzielle Opfer zumuten wollte. Die Atompolitik wird bislang nicht thematisiert, obwohl die hohen Schulden auch ihn zurückzuführen sind.
Weiterlesen … Frankreich: Hohe Staatsverschuldung auch wegen Atomkraft
Ungarn: Rosatom vergrößert die Abhängigkeit Ungarns von russischer Energie
Trotz Ukraine-Krieg bezieht Ungarn bis heute über die Ölpipeline Druschba russisches Öl und ist von diesen Lieferung in großem Maße abhängig. Laut "Ungarn heute" will der russische Staatskonzern Rosatom im November mit dem Bau von Paks 2 beginnen, einem Atomkraftwerk mit zwei Meilern. Damit vergrößert sich die Abhängigkeit Ungarns von russischen Energielieferungen nochmals.
Weiterlesen … Ungarn: Rosatom vergrößert die Abhängigkeit Ungarns von russischer Energie
Taiwan: Volksabstimmung über Wiedereinstieg in Atomkraft scheitert
Bereits im Jahr 2016 beschloss die regierende Demokratische Fortschrittspartei in Taiwan den Atomausstieg. Am 17. Mai 2025 wurde mit Ma'anshan 2 der letzte kommerzielle Reaktor vom Netz genommen. Am 23. August scheiterte eine Volksabstimmung zur Wiederinbetriebnahme des Reaktors, die von der oppositionellen Taiwan People's Party und der Kuomintang-Partei angestrengt wurde.
Weiterlesen … Taiwan: Volksabstimmung über Wiedereinstieg in Atomkraft scheitert
10-Punkte-Papier für PV-Aufdachanlagen in Deutschland
Die Deutsche Umwelthilfe fordert mit Verbänden und Kommunen: Dach-Photovoltaik sichern für Gewerbe, Kommunen und Bürger!
- „Realitätscheck“ für die Energiewende von Wirtschafsministerin Reiche droht Photovoltaik-Anlagen auf Dächern auszubremsen;
- Aufdachanlagen bleiben zentraler Hebel für kommunalen Klimaschutz;
- Aktionsbündnis fordert Unterstützung von Bundesregierung für Privatpersonen, Kommunen und Bürgerenergie bei urbaner Energiewende durch Smart-Meter-Rollout, Energy Sharing und Mieterstrom.
Weiterlesen … 10-Punkte-Papier für PV-Aufdachanlagen in Deutschland
Renaissance der Atomenergie?
"Selbst Staaten, die schon aus der zivilen Atomkraft-Nutzung ausgestiegen waren, kehren wieder zurück oder denken darüber nach", schreibt die Welt in einem neuen Beitrag. Deutschland ist mit seinem vollständigen Ausstieg in der EU inzwischen ein Außenseiter." Doch was ist dran an dieser Aussage? Gibt es tatsächlich eine Renaissance der Atomenergie? Nein! Das Gegenteil ist der Fall - und die Atomenergie führt seit Jahren einen Abwehrkampf mit dem Ziel, möglichst viele Fördermittel abzugreifen und das "alte" System so lange wie möglich zu verteidigen.
Wie Verkehrs- und Energiewende mit Hilfe der Batterietechnik gelingen
Professor Maximilian Fichtner hat am 9. Juli 2025 in einem Vortrag im Münchner Zukunftssalon eindrucksvoll gezeigt, dass die Batterietechnik inzwischen so gut entwickelt ist, dass Batterien einen wesentlichen Beitrag dazu beitragen können, die Verkehrs- und Energiewende erfolgreich zu gestalten.
Weiterlesen … Wie Verkehrs- und Energiewende mit Hilfe der Batterietechnik gelingen
Bombardierung des Iran bringt die Welt einem Atomkrieg näher
Die Friedensnobelpreisträgerorganisation IPPNW verurteilt die Militärschläge der USA und Israels gegen den Iran aufs Schärfste und fordert einen sofortigen Waffenstillstand, um eine weitere Eskalation und den Verlust von Menschenleben zu verhindern. Die Nuclear Free Future Foundation unterstützt diese Forderung ausdrücklich.
Weiterlesen … Bombardierung des Iran bringt die Welt einem Atomkrieg näher
Nukleare Risiken steigen
Das Stockholmer Internationale Friedensforschungsinstitut (SIPRI) hat seine jährliche Bewertung zum Stand der nuklearen Rüstung, Abrüstung und internationalen Sicherheit und das SIPRI-Jahrbuch 2025 veröffentlicht. Zentrale Botschaft: Es hat ein gefährliches neues nukleares Wettrüsten begonnen - zu einem Zeitpunkt, an dem die Rüstungskontrollregime stark geschwächt sind.
Award
Der Nuclear-Free Future Award ehrt seit 1998 weltweit Menschen, die sich für eine Zukunft frei von Atomkraft und Atomwaffen einsetzen.
Die jährlich an anderen Orten statt findenden Preisverleihungen zeigen die Größe und Vielfalt der globalen Anti-Atom-Bewegung. Die Nuclear Free Future Foundation hat sich 2023 dazu entschieden, den NFFA abzugeben. Er wird in Zusammenarbeit von Beyond Nuclear (USA) und IPPNW Deutschland weitergeführt.
Preisträger 2022
Widerstand Anthony Lyamunda, Tansania
Anthony Lyamunda wehrt sich seit vielen Jahren gegen den geplanten Uranabbau und die Eröffnung von Uranminen in seinem Land. „Mit der Vergabe des Nuclear Free Future Awards soll die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf diese Problematik gelenkt werden“, so die Jury in ihrer Begründung.
Aufklärung Libbe HaLevy, USA
Lösungen Malte Göttsche, Deutschland
Malte Göttsche setzt sich für Abrüstung und die Abschaffung aller Atomwaffen ein und sucht nach neuen Wegen, auf denen die Atomwaffenstaaten gegenseitiges Vertrauen aufbauen, um dieses Ziel zu erreichen. „Das ist ein Dienst an uns allen“, so die NFFF-Jury. „Wir brauchen die Mechanismen, um zu verstehen, was die Kernwaffenstaaten tun oder auch nicht tun, wenn wir eine Chance haben wollen, die Ziele des Vertrags über das Verbot von Atomwaffen zu erreichen. Malte Göttsche gehört zu denen, die dafür den Weg bereiten.“
Ehrenpreis Cécile Lecomte, Frankreich
„Ohne das Engagement von Cécile Lecomte wäre die Anti-Atom-Bewegung in Deutschland deutlich schwächer und die internationale Dimension der Uranaufarbeitung in Deutschland weit weniger bekannt“, urteilt die NFFF-Jury „ihre Arbeit ist umso bemerkenswerter, als sie seit Jahren schwer erkrankt und auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Ihr Engagement für eine atomwaffenfreie Welt ist in verschiedener Weise vorbildlich.“
Ehrenpreis Irmgard Gietl, Deutschland
„Dass eine Frau die Streiterinnen und Streiter gegen die Wiederaufbereitungsanlage mit warmen Socken unterstützt, damit sie keine kalten Füße bekommen“, hat uns sehr beeindruckt, betont die NFFF-Jury. Dass die Bayerische Staatsregierung 1989 den Bau der WAA aufgegeben hat, führt Irmgard jedenfalls auch auf ihre „Widerstandssocken“ zurück.
Die Nuclear Free Future Foundation
Wir klären über die Gefahren der Nutzung der Atomtechnologie zu zivilen und militärischen Zwecken auf.
Ein zentraler Fokus unserer Arbeit ist dabei die Gewinnung des Rohstoffs Uran, ohne den Atombomben und Atomstrom nicht möglich wären. Der zweite Schwerpunkt richtet sich gegen die nukleare Aufrüstung Europas und der Welt.