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10 Jahre Fukushima

Am 11. März 2011 kam es in Folge eines Tsunamis in den Blöcken 1, 2 und 3 des Kernkraftwerks Fukushima zu einer Kernschmelze. Nach Angaben der japanischen Aufsichtsbehörde wurden hauptsächlich Jod-131 und Cäsium-137 freigesetzt, wobei die radioaktive Belastung bei ungefähr einem Zehntel der in Tschernobyl freigesetzten Menge lag. Millionen konnten mitverfolgen, welchen Weg die radioaktive Wolke nahm. Fukushima - und bereits 1986 Tschernobyl - haben der Welt vor Augen geführt, welches Katastrophenpotenzial die Atomkraft hat.

Am 11. März 2011 kam es in Folge eines Tsunamis in den Blöcken 1, 2 und 3 des Kernkraftwerks Fukushima zu einer Kernschmelze. Nach Angaben der japanischen Aufsichtsbehörde wurden hauptsächlich Jod-131 und Cäsium-137 freigesetzt, wobei die radioaktive Belastung bei ungefähr einem Zehntel der in Tschernobyl freigesetzten Menge lag. Millionen konnten mitverfolgen, welchen Weg die radioaktive Wolke nahm. Fukushima - und bereits 1986 Tschernobyl - haben der Welt vor Augen geführt, welches Katastrophenpotenzial die Atomkraft hat.

In Japan waren zum Zeitpunkt der Fukushima-Katastrophe 54 Reaktoren in 17 Atomkraftwerken in Betrieb. Die Regierung hat zunächst sämtliche Atommeiler vom Netz genommen. Neun sind mittlerweile wieder in Betrieb, 24 weitere sind seit der Katastrophe abgeschaltet, aber immer noch in einer Art Sand-by-Modus, weil die Betreiber ihre Wiederinbetriebnahme beantragt hat. Nur 20 der 54 Atommeiler sind inzwischen endgültig stillgelegt.

Die ZEIT berichtet anlässlich des traurigen Jahrestages, dass auf dem Kraftwerksgelände zehn Jahre nach der Katastrophe noch immer rund 4000 Menschen mit Aufräumarbeiten beschäftigt sind, „eine Armee von Vertragsarbeitern in Strahlenschutzanzügen“. Sie versuchen, „das giftige Herz des Kraftwerks zu bergen, ein klumpiges, hoch radioaktives Gemisch aus Kernbrennstoff, Stahl und Beton – die Überreste der geschmolzenen Brennstäbe. Wer dem Gemisch zu nahe kommt, erliegt den Folgen der Strahlenkrankheit: Verbrennungen, innere Blutungen, Multiorganversagen.

„Über 80 Prozent wollen das Ende des Atomzeitalters“, sagt die japanische Anti-Atom-Aktivistin Aileen Mioko Smith, „die einen sofort, die anderen so schnell wie möglich. Die meisten haben Angst um ihre Zukunft und die ihrer Kinder.“ Aileen Mioko Smith wurde 2016 mit dem Nuclear-Free-Future-Award ausgezeichnet.

Zum Gedenken an Fukushima haben Anna Kakutia (Violine), Juan Sebastián Ruiz (Kontrabass) und Masako Ohta (Klavier) das Programm "Songlines" im Münchner Kulturzentrum Schwere Reiter aufgeführt. Das Konzert kann unter folgendem Link jederzeit nochmals angeschaut und angehört werden: Programm "Songlines" zum Gedenken an Fukushima

Foto: Fotokon/shutterstock.com

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